Stoffwechsel

Metabolismus (fachsprachlich)

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Stoff|wech|sel ['ʃtɔfvɛksl̩], der; -s:
alle Vorgänge, die mit der chemischen Umsetzung von Stoffen im Körper zusammenhängen:
die Tropfen regen den Stoffwechsel an; seine Krankheit beruht auf einer Störung des Stoffwechsels.

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Stọff|wech|sel 〈[ -ks-] m. 5; unz.〉 Gesamtheit der chem. Umwandlungen, denen körpereigene Stoffe u. Nährstoffe unterworfen sind; Sy Metabolismus

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Stọff|wech|sel; Syn.: Metabolismus: die Gesamtheit der biochem. Prozesse, die im lebenden pflanzlichen, tierischen u. menschlichen Organismus ablaufen müssen, um Aufbau, Umbau u. Erhalt der Körpersubstanz, die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen u. die Energieversorgung zu garantieren. Unterschieden werden Bau- oder Aufbaustoffwechsel ( Assimilation, Anabolismus), Energie- oder Betriebsstoffwechsel ( Dissimilation, Katabolismus) u. der die beiden Wege verknüpfende Intermediär- oder Zwischenstoffwechsel (Amphibolismus). Unter Primär- oder Grundstoffwechsel versteht man den haupts. der Erhaltung des Lebens dienenden S. im Ggs. zum Sekundär- oder Nebenstoffwechsel, in dem z. B. Pflanzen u. Mikroorganismen für ihre Lebensfunktionen nichtessentielle Stoffe bilden, z. B. Pigmente, Alkaloide, Antibiotika, Vitamine u. a. Naturstoffe.

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Stọff|wech|sel , der <Pl. selten>:
Gesamtheit der biochemischen Vorgänge in einem lebenden Organismus, bei denen dieser zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen Stoffe aufnimmt, chemisch umsetzt u. abbaut.

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Stoffwechsel,
 
Metabolịsmus, die Gesamtheit der biochemischen Vorgänge, die im pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus oder in Teilen davon ablaufen und dem Aufbau, Umbau und der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dienen. Stoffwechsel ist die Energieumwandlung (Energieumsatz) von einer Form in die andere. Stoffwechselprozesse verbrauchen Energie, die durch Abbau zelleigener Substanzen exergon (Energie freisetzend) im Vorgang der Dissimilation gewonnen wird. Die durch die Dissimilation verbrauchten Substanzen und die für Aufbau und Wachstum erforderlichen Zellsubstanzen werden durch endergone (Energie verbrauchende) Reaktionen im Vorgang der Assimilation ersetzt.
 
Sämtliche Körpersubstanzen werden im Stoffwechsel aus den Elementen Kohlenstoff (C), Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Schwefel (S), Natrium (Na), Kalium (K), Calcium (Ca), Magnesium (Mg), Chlor (Cl), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kobalt (Co), Jod (J) und Phosphor (P) synthetisiert. Je nach der Herkunft der Elemente C, N und S in der organischen Substanz werden bei den Organismen zwei Stoffwechseltypen unterschieden: die autotrophen (sich ausschließlich von anorganischen Substanzen ernährenden) und die heterotrophen (auf organische Nahrung angewiesenen) Organismen.
 
Die Stoffwechselvorgänge laufen als extra- oder intrazelluläre, biochemisch durch Enzyme gesteuerte Reaktionen ab. Der Katabolismus (Abbaustoffwechsel, Betriebsstoffwechsel oder Dissimilation) setzt die potenzielle Energie komplexer organischer Moleküle zur Leistung von Arbeit und zur Erzeugung von Wärme durch Oxidation frei, während der Anabolismus (Baustoffwechsel oder Assimilation) solche Stoffe wieder synthetisiert. Selbst im Zustand körperlicher Ruhe läuft der Stoffwechsel weiter, beispielsweise zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und der Zellfunktionen. Über den Stoffwechsel der wichtigsten Nährstoffgruppen Fettstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, Proteinstoffwechsel.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Ernährung: Basis für Stoffwechsel und Wasserhaushalt
 
Energiebedarf und Ernährungsformen des Menschen
 
Kohlenhydratstoffwechsel und Diabetes mellitus
 
Fettstoffwechsel: Rolle des Cholesterins und Fettstoffwechselstörungen
 
Eiweißstoffwechsel und Gicht
 
Vitamine: Vorkommen und Funktion
 
Mineralstoffe und Ballaststoffe
 
Kohlenhydratstoffwechsel und Fettstoffwechsel (Normwerte)
 
Eiweißstoffwechsel (Normwerte)
 
Ernährung des Menschen
 
Nährstoffe: Proteine, Fette und Kohlenhydrate
 
Vitamine und Elektrolyte
 
Verdauung: Aufschließen und Bereitstellen
 

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Stọff|wech|sel, der <Pl. selten>: biochemische Vorgänge in einem lebenden Organismus, bei denen dieser zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen Stoffe aufnimmt, chemisch umsetzt u. abbaut; Metabolismus.

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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